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Bürger-Initiative BBWs bedauert das AUS des Festspielhauses

Radiointerview mit Rainer Wolff

(Aufzeichnung vom 24.06.2015, gesendet am 20.07.2015)

Bürger-Initiative BBWs bedauert das AUS des Festspielhauses

Auch wenn wir als Bürgerinitiative uns grundsätzlich mit dem Kostenplan für den Betrieb und den Neubau eines Festspielhauses stets sehr kritisch auseinander gesetzt haben, ist die Entscheidung der Post nach dem HIN- und HER der Verantwortlichen sicherlich verständlich, aber für Bonn mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu sehen. So hätte die Stadt Bonn mit einem Festspielhaus, jedoch nur wenn dieses Haus auch für andere Events, z.B. auch für unsere jüngeren Mitbürger, hätte genutzt werden können, und die Betriebskosten wirklich seriös gerechnet worden wären, ein neues Highlight gehabt.

Aber uns Bürgern wird ja von der Politik nie die ganze Wahrheit gesagt, so dass die Bürger sich von Verwaltung und Politik wieder einmal verarscht und belogen gefühlt haben. Wie es das Gutachten über den Businessplan des Festspielhauses belegt und die Wahrheit ans Licht gebracht hat. So musste das Aus für das Festspielhaus zwangsläufig folgen. Die Politiker sollten sich daher ein für allemal in ihr Hausaufgabenheft schreiben: „ Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonne“. Irgendwann kommt jede Wahrheit ans Licht, mit Lügen und Verschweigen kann man den mündigen Bürger nicht gewinnen.

Schade, hätte die Politik von Anfang an mal die Bürger, insbesondere auch die jüngeren Bürger mit ins Boot genommen, so hätte man vielleicht ein anderes / breiteres Betreiberkonzept, welches nicht nur die Beethovenfreunde zufrieden gestellt hätte, erstellen können. Somit hätte man einen breiteren Bevölkerungsteil für dieses Festspielhaus begeistern können. Wie schon im General-Anzeiger vom 29. Juli 2015 zu lesen war, sind die Bonner Kulturausgaben im Landesdurchschnitt um ein Vielfaches zu hoch. Um den Haushalt zu sanieren müssen alle großen Kostenträger, hier insbesondere die Bonner Kulturausgaben für die Oper, das Kunstmuseum Bonn, das Beethovenorchester und weitere Kostenträger viel deutlicher Sparen. Und genau hierum geht es unserer Bürger-Initiative von Anfang an und wir werden unsere Aktivitäten nicht einstellen, solange die Politik weiterhin an diesen Kostenverschwendern -entgegen dem Willen der meisten Bonner Bürger- festhält.

Und wir werden nicht müde, immer und immer wieder festzuhalten, dass diese Initiative „Bonner Bürger Wehren sich“ nicht gegen die Kultur in Bonn kämpft, sondern nur für den Erhalt aller bürgernahen Dienstleistungen. Um diese bürgernahen Dienstleistungen (Schwimmbäder, Stadtteilbüchereien, die großartigen Träger der freie Kulturszene, div. Sportanlagen etc. etc.) jedoch erhalten zu können, muss man auch als Bonner Politiker mal den Mumm haben, „heiße Eisen“ wie die Hochkulturausgaben mal wirklich ernsthaft unter die Lupe zu nehmen. Und genau dies tut die Bonner Politik in keiner Weise, und dies bringt die Bürger dazu, sich zu wehren. Und dies ist gut und richtig so.

 

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Haushaltsproblematik, Kulturlandschaft und die Sparmaßnahmen der kommunalen Politik

Radiointerview mit Rainer Wolff

 
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Nach den jetzt gefassten Beschlüssen des Stadt-Rates vom 7.Mai 2015 sollten Sie nicht in den Irr-Glauben verfallen, dass die OGS’ssen, die Bäder, die freien und privaten Kulturschaffenden gerettet wären und die Hallennutzungsgebühren vom Tisch sind. NEIN, NEIN, NEIN, die Politik will uns mal wieder hinhalten und schleichend, ganz still und leise, doch wieder nur am kleinen Bürger, den Familien, den Kindern, den Seniorinnen und Senioren sparen und uns liebgewonnene und unbedingt benötigte Einrichtungen langsam aber stetig streichen.

Zusätzlich wird der Bonner Bürger mal wieder abkassiert. Die Grundsteuer, die Mieter sowie Eigentümer in gleicher Weise treffen wird, ist mal eben so um schlappe 150 Punkte erhöht worden und noch hat es niemand so richtig gemerkt. Die Politik macht mit uns was Sie will, wir werden […] wo es nur geht, man sagt dem Bürger nicht die ganze Wahrheit und hält weiter an den exorbitanten Luxusgütern fest, die den größten Teil der „freiwilligen Leistungen“ auffressen, so dass zum Einen kein Geld gespart werden kann, darum der Bürger mal wieder zur Kasse gebeten werden muss und zum Anderen schließt oder kürzt man Einrichtungen, die von den meisten Bonner Bürgern sehr gerne und notwendigerweise angenommen werden. So z.B. die Stadtteilbüchereien, die Schwimmbäder etc.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen, stehen Sie jetzt auf und lasst uns Seite an Seite gegen diesen Geldverschwendungswahn kämpfen. Wer jetzt nicht den Hintern hoch bekommt und für unserer bürgernahen Dienstleistungen kämpft, der soll dann auch nie wieder sich über Steuer- und / oder Abgabenerhöhungen, Schließungen von Stadtteilbüchereien und Schwimmbädern aufregen.