Der Letzte macht das Licht aus…

Am Montag, den 01. Juni 2015 ab 19.30 Uhr fand auf Einladung des Opern-Intendanten, Herrn Dr. Bernhard Helmich, eine öffentliche Podiumsdiskussion zur Zukunft des Theaters Bonn / der Oper Bonn unter dem Motto:

            “Der letzte macht das Licht aus,”

statt.

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Auf dem Podium saßen folgende Teilnehmer:

  • Stefan Keim (Journalist)
  • Michael Scharf (1.Vorsitzender des Stadt-Sport-Bundes)
  • Rainer Wolff (Sprecher der Bürger-Initiative “Bonner Bürger Wehren sich”)
  • Uwe Schulz (Moderator und WDR-Jounalist)
  • 2 Mitarbeiter der Oper
  • sowie der Hausherr des Opernhauses und General-Intendant der Oper Bonn, Herr Dr. Bernhard Helmich.

Hier eine kurze Stellungnahme zu dieser Podiumsdiskussion und was Anlass dieser Diskussionsrunde war:

Die Bonner Oper feierte im Mai 2015 den 50. Geburtstag. Anlässlich dieses 50. Geburtstages sowie der desolaten Haushaltslage der Stadt Bonn, z.Zt. 1,7 Milliarden Euro Schulden, Tendenz in den nächsten Jahren bis auf 2,2 Milliarden steigend, stellt sich die Frage, ob Bonn sich eine Oper mit einer exorbitanten Subventionierung von jährlich über 31 Millionen Euro für ein paar wenige Bonner Bürger überhaupt noch leisten kann ?

Hierüber diskutierten  zunächst die o.g. Podiumsteilnehmer, später wurde das anwesende Publikum in die Diskussion einbezogen.
Zusammen mit vielen engagierten und besorgten Bonner Bürgern kämpft Rainer Wolff, Gründer der Bürger-Initiative “Bonner Bürger Wehren sich” (BBWs), seit Jahren für eine gerechtere Verteilung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel im Bonner Haushalt.

Rainer Wolff, steht wie kein Anderer, für den Erhalt und der auskömmlichen Finanzierung aller Bonner OGS’ssen sowie aller freien und privaten Kultureinrichtungen, wie z.B. das “Junge Theater Bonn”, das Theater “ContraKreis”, das Theater “Pantheon”, das “Theater Central”, die “Brotfabrik”, die “Springmaus” und viele andere mehr. Auch Einrichtungen und Events der jüngeren, der unter 60- Generationen stehen im Focus von Rainer Wolff, auch hier möchte er mehr logistische, finanzielle und materielle Unterstützung seitens der Stadt erreichen und die Stadt öffnen für Kulturangebote der jüngeren
Generationen. Denn, ein Großteil der jüngeren Generationen gehen zum Feiern und zu div. Events lieber nach Köln, weil hier etwas für ihre Generation geboten wird. Und diese tolle Stadt Bonn sollte auch (mehr) Kulturangebote für die jüngeren Generationen anbieten. Das ist aber z.Zt. wegen der angespannten Haushaltslage nicht möglich, weil der größte Teil der Kulturausgaben in Bonn  überwiegend (Stichwort: Wählerstimmen) für Einrichtungen der Generation ü60 vorbehalten ist.

Die Bürger-Initiative „Bonner Bürger Wehren sich“ (BBWs) wurde in erster Linie gegründet, um in Bonn eine ergebnisoffene Diskussion unter allen Beteiligten, insbesondere mit den Bürgern, zu erringen. Doch leider sind die verantwortlichen politischen Parteien und
die Bonner Verwaltung, hier federführend das Kulturamt unter dem Kulturdezernenten, Martin Schumacher, schon gar nicht, an einer solchen, ergebnisoffenen Diskussion interessiert.

Unter den politischen Parteien und der Bonner Verwaltung gilt die Devise, wir halten an der Oper fest und des Bürgers Meinung interessiert uns nicht. Basta !!!
Und weil die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung nichts dazu beitragen einen offenen / ergebnisoffenen Dialog zwischen allen Bonner Bürgern und allen betroffenen Einrichtungen zu organisieren – denn sie wollen ja keinen offenen Dialog mit dem Bürger -,
wo über eine eventuelle Schließung der Oper und des Kunstmuseums, sowie dem Stopp aller Investitionen in die Planung und den Bau des Festspielhauses offen diskutiert wird. Daher
musste die Bürger-Initiative sowie drei Privatpersonen vorerst mal drei Bürgerbegehren auf den Weg bringen, die dann nach Erreichen der erforderlichen je ca. 12.000 Unterschriften die Politik zwingen wird zu Handeln. Und eines dieser drei bereits eingereichten Bürgerbegehren betrifft eben das Ende der Bonner Oper. Mit einem weiteren Bürgerbegehren soll der Erhalt aller bürgernahen Einrichtungen wie Schwimmbäder, Stadtteilbüchereien, OGS’ssen,
finanzielle bessere Ausstattung der privaten, freien und meistbesuchten Kultureinrichtungen sowie die Sportstätten ohne Nutzungsgebühren erhalten werden. Das letzte Bürgerbegehren
richtet sich gegen den Bau eines Festspielhauses, was Bonn in der momentanen Haushaltslage definitiv nicht braucht.
Der Gipfel der Unverschämtheit ist der Flyer der Theatergemeinde Bonn, „Sagen Sie NEIN zu dem Bürgerbegehren „Bürgernähe statt Opern-Luxus“ . Hier wird den Besuchern der freien und privaten Kultureinrichtungen, für die die Initiative BBWs u.a. auch kämpft, bewusst und unwahrer Weise suggeriert, dass die Initiative BBWs im Begründungstext des Bürgerbegehrens lediglich den Eindruck vermitteln, dass dieses Bürgerbegehren auch den Einrichtungen der freien und privaten Kultureinrichtungen dient. Zitat aus dem Flyer der Theatergemeinde Bonn: „Den im Begründungstext erweckten Eindruck, die Ziele würden auch den Interessen der freien Kultur dienen, weisen wir ausdrücklich zurück.“

Da fehlen einem die Worte, da setzt sich unsere Bürger-Initiative (BBWs), sich aus tiefster Überzeugung auch für die Belange der privaten und freien Kulturträger ein, und die produzieren einen o.g. Flyer. Unglaublich !!!!

Aber mit diesem Flyer hat man unserer Bürger- Initiative eigentlich zu einem größeren Bekanntheitsgrad verholfen und uns die Befürworter unserer Bürgerbegehren quasi in die Arme getrieben. Danke hierfür an die Theatergemeinde Bonn, Bill Mockridge und
den beteiligten freien und privaten Kultur-Einrichtungen.

Aber einerseits jammern die privaten und freien Kulturträger, dass sie zu wenig Unterstützung seitens der Stadt haben und andererseits halten sie an dem größten Kostenfaktor der Kulturausgaben, der OPER fest, obwohl viel mehr Bonner Bürger die Angebote der privaten und freien Kulturschaffenden besuchen, als das Angebot der Oper. Zu verstehen ist das nicht.

Aber hier soll, insbesondere von Herrn Bill Mockridge (Gründer des überaus beliebten Springmaus-Theaters) massiv versucht werden, an den Luxuskultureinrichtungen wie die z.B. Oper festzuhalten, obwohl hier der größte Teil des Bonner Kulturetats verbraten wird und
hiervon nur sehr wenige Bonner Bürger, hier überwiegend die privilegiertenJahrgänge der Generation Ü60, betroffen sind.

Und genau diese gut situierte Ü60 Generation ist es auch, die an Ihren liebgewonnen und exorbitant teuren Einrichtungen, wie z.B. die OPER Bonn unbedingt festhalten wollen, aber für ihr Vergnügen nicht einen adäquaten Eintrittspreis zahlen wollen. So wie es jeder andere Kulturliebhaber, Sportliebhaber und/ oder Liebhaber von Musicals oder Konzerten etc. auch tun muss, wenn er oder sie z.B. ein Konzert einen großen Künstlers oder ein Fußballspiel der
Champions League besucht. Alles hat seinen Preis, und wer die Musik bestellt, muss diese auch bezahlen. Und nicht der Steuerzahler !!! Eine solche Einstellung der Liebhaber der Luxus-Kultur grenzt für mich schon an Opportunismus und Unverschämtheit, und hat mit
Freude an Oper und Ängste um Arbeitsplätze – ein sehr gern vorgeschobenes Argument -, eigentlich das einzige Argument, was die Opernfreunde vorzubringen haben, nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Hier geht es nur und ausschließlich darum persönliche Interessen zu wahren. Das große Ganze interessiert die Opernfreunde überhaupt nicht. Da hilft es auch nicht, wenn die ach so toleranten Opernliebhaber unseren Sprecher unserer Bürger-
Initiative, Herrn Rainer Wolff, mit Buuuh- und Pfui – Rufen diskriminieren, nur weil er sich als „Helene Fischer“ Fan bekannt hat.

Im Gegensatz zu den Opern- und Beethoven-Freunden füllt Helene Fischer ganze Fußball-Stadien oder Konzertsäle mit weit mehr
als 40.000 Zuschauer, das schafft nicht mal annähernd weder die Oper noch das Beethoven-Orchester Bonn.
Und für Helene Fischer- Konzerte gibt es auch keine städtischen Zuschüsse in Höhe von jährlich über 40 Millionen Euro, von den Sanierungskosten für die OPER i.H.v. über 200 Millionen (diese Zahl nennt ihnen bei der Stadt aus gutem Grund niemand) mal
ganz zu schweigen. Hier wird dem Bürger aus gutem Grund eine Sanierung der Oper nur scheibchenweise präsentiert. Hier mal 30 Millionen für den Brandschutz, dann dafür mal x Millionen für die Einrichtung, dann mal x Millionen für die energetische Sanierung und zum guten Schluss brauchen wir ja auch noch eine neue Technik/
Akustik für xy Millionen. So, und nicht anders wird es mit unseren Steuergeldern geschehen. Aber jetzt beginnt man erst einmal mit dem Brandschutz, hierfür wurden mal so eben schlappe 30 Millionen einkalkuliert. Und wie man es bei der Kalkulationen für div. Bauprojekte in unserer Stadt kennt, hier z.B. das WCCB und das Haus der Bildung, wird alles mindestens doppelt so teuer und teurer. Aber dann hat man ja schon mal über 30 Millionen versenkt, und kann dann nicht mehr zurück und muss dann weitere Millionen Euro Steuergelder versenken und weiterbauen. So werden die Bürger
von unseren Politiker immer und immer wieder mit Vorsatz verarscht. Alle wissen es, aber nur die Wenigsten stehen auf und tun etwas gegen diese Millionenverschwendungspolitik. Und das, liebe Leute, muss endlich ein Ende haben !!!

Bei einem Schuldenberg von z.Zt. 1,7 Milliarden Euro und der Tatsache, dass die Stadt Bonn jedes Jahr runde 100 Millionen Euro für Zinsen und Tilgung zahlen muss und daher bürgernahe Einrichtungen wie z.B. Stadtteilbüchereien, Schwimmbäder, Sporthallen und Sportplätze entweder ganz geschlossen oder in den Öffnungszeiten dermaßen zurückgefahren werden sollen, spätestens da hört jedwedes Verständnis auf. Und wie immer wieder zu hören
ist, steht unser Sprecher, Rainer Wolff mit dieser Meinung in Bonn und darüber hinaus nicht allein.

Kinder, Berufstätige sowie unsere Seniorinnen und Senioren sind die Menschen, die sich entweder nicht wehren können oder / und teilweise nicht die Zeit und die Möglichkeiten haben für Ihre Rechte zu kämpfen. Deshalb hat unser Vorsitzender die Bürger-Initiative
„Bonner Bürger Wehren sich“ gegründet, die für den Erhalt aller bürgernahen Dienstleistungen wie Stadtteilbüchereien, OGS, freie und private Kultureinrichtungen, Schwimmbäder und Sport-u. Turnhallen ohne Nutzungsgebühren kämpft. Helfen Sie mit und registrieren Sie sich als Unterstützer auf der Homepage der Bürger-Initiative: http://bbws-bonn.de/mitmachen/

Denn gemeinsam sind wir STAAARK !!!

Ein Gedanke zu „Der Letzte macht das Licht aus…“

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